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Am 4. Februar ist #Weltkrebstag! Zeit einmal inne zu halten. Einmal zurück zu schauen auf die Veränderung unter der Last der Corona Pandemie. Hat sich in der Krebsversorgung seither etwas geändert?

Was hat Corona denn mit Krebs zu tun? Eigentlich nichts – wenn es nicht darum gehen würde, dass auch Krebspatient*innen stationärer Behandlung bedürfen. Zwar hat sich die Zahl der Krankenhausbehandlungen von Krebspatient*innen reduziert – bisher ist jedoch die Zahl der Todesfälle konstant geblieben. Keiner weiß genau, was die Zukunft bringen wird.
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Continue readingThe best way to predict the future is to shape it!
Lydia Budiner

Der beste Weg die Zukunft vorherzusehen ist, sie selbst zu gestalten! Ich danke allen für Ihr Vertrauen!
Lydia Budiner
Gefühlt war es erst gestern – der Beginn der Geschichte meiner Selbständigkeit! Zugegeben: Es war keine leichte Entscheidung – denn ich wusste nach über 10 Jahren nationaler und internationaler Karriere bei Pfizer nicht, ob mein Business-Plan auch aufgehen würde. Aber ich hatte den Wunsch nach Veränderung und viele Ideen im Gepäck, wie Prozesse optimiert oder Kommunikation besser werden könnte.
Continue readingDGHO 2021 – News
Wissenschaft trotz COVID-19

Der Kongress der Deutschen Gesellschaft für Hämatologie und Onkologie (DGHO) und ihrer schweizer- und österreichischen Schwesterorganisationen fand im Oktober 2021 statt. Thema war auch die Auswirkung von COVID-19 auf die Onkologie. Die erste COVID-19 Vaccine kam aus der Onkologie. Was hat sich geändert? Gab es Auswirkungen auf die Wissenschaft?
Continue readingDGHO 2021 – Innovationen in der klinischen Praxis
Der Kongress der Deutschen Gesellschaft für Hämatologie und Onkologie (DGHO) und ihrer schweizer- und österreichischen Schwesterorganisationen fand im Oktober 2021 statt. Themen waren: Innovationen in Diagnostik und Therapie sowie COVID-19 in der Onkologie. Bei so viel Innovationen und COVID-19 – wie soll man da den Überblick behalten?
DGHO 2021 – aktuelle News

Krebstherapien immer komplexer – Leitlinien für die klinische Praxis
Die Entwicklungen in der Onkologie sind rasant. Mehrfach jährlich werden neue Substanzen zugelassen, die Auswahl an wirksamen Therapien wächst. Und die Therapien werden immer individueller. Aus „dem“ Brustkrebs sind mittlerweile verschiedenste „Brustkrebse“ geworden, aus „der“ Chemotherapie sind eine Vielzahl „zielgerichteter“ oder personalisierter Therapien geworden. Das kann zu Verwirrung führen. Die Hausärzte haben angesichts dieser Entwicklung Schwierigkeiten mit den Entwicklungen Schritt zu halten und Therapien einzuordnen.
Selbst für die Onkologen wird es zunehmend schwieriger, den Überblick zu behalten. Den Stand des Wissens in der Therapie verschiedener Krebserkrankungen vermitteln die Behandlungsleitlinien der DGHO. Sie berücksichtigen die aktuelle Studienlage, Kongressdaten und die Zulassungssituation von Therapien und übersetzen diese in individualisierte Therapiealgorithmen für die Klinik und Praxis. Regelmäßig werden sie in der Onkopedia veröffentlicht. Welche Rolle COVID-19 für die Risikogruppe der Krebspatienten spielt, wird dort ebenfalls aufgegriffen.

„Onkopedia ist ein Erfolgsmodell ..“, stellt Prof. Dr. med. Wolfgang Hilbe aus Wien fest.
Ausführliche Informationen zum Kongress finden Sie unter JAHRESTAGUNG — Jahrestagung Hämatologie Onkologie 2021 (haematologie-onkologie-2021.com)
News from ESMO 2021
ESMO 2021 Highlights
Interdisziplinär, interprofessionell, international und zunehmend digitalisiert und individualisiert – so geht Krebsbehandlung heute. Die Entwicklung neuer Therapien erfolgt rasant und immer mehr Therapien stehen Patientinnen zur Verfügung, erlauben ein immer längeres Überleben mit Krebs. Unter dem Titel „Good Science, better Medicine, best Practice“, d.h. gute Forschung und Wissenschaft, bessere Medizin und beste therapeutische Praxis, diskutieren im September auf dem virtuellen Europäischen Krebskongress (ESMO Congress 2021) wieder die europäischen und internationalen Expertinnen über die neusten Entwicklungen in der Hämato-Onkologie und Onkologie.
Wie wird die Onkologie morgen aussehen? Welche neuen Ansätze in Diagnostik und Therapie werden unsere Therapieentscheidungen zukünftig verändern?
Welche Veränderungen hat es durch COVID-19 in der Onkologie gegeben?
Welchen Herausforderungen werden wir uns stellen müssen?
Diese und viele weitere Fragen wurden auf dem Kongress diskutiert.
Continue readingAm 30. Und 31. Januar 2015 fand in Berlin die Onko-Update Veranstaltung zum 10ten Mal statt. Das Besondere aller Update Veranstaltungen: In kürzester Zeit wird ein umfassender Überblick über die wichtigsten und aktuellsten Entwicklungen auf einem Therapiegebiet vermittelt.
In diesem Jahr fand die erfolgreiche Veranstaltung Onko-Update zum 10. Mal in Berlin statt – mit ca. 1000 Teilnehmern. Zutaten: Experten, aktuelle Daten von den letzten Kongressen, Bewertungen der Daten auf Praxistauglichkeit. Interessierte Ärzte aus Klinik und Praxis und Apotheker nahmen sich zwei intensive Tage Zeit, um sich einen Überblick über die neuesten Entwicklungen auf den Kongressen des vergangenen Jahres zu verschaffen und ihre Praxisrelevanz kritisch zu würdigen und zu diskutieren(www.onko-update.de; www.med-update.com).
Was bleibt als Kernbotschaften? Die gute Nachricht: für fast alle Krebserkrankungen gibt es mittlerweile wirksame Therapien- und es werden immer mehr. Die Therapieentscheidungen werden auf Basis immer komplexerer Charakteristika getroffen. Die Patienten können mit ihrer Erkrankung alt werden und versterben nicht mehr unbedingt am Krebs. Langjährige Verläufe können beobachtet werden. Allerdings gibt es auch „Sorgenkinder“ unter den Krebserkrankungen. Das Pankreaskarzinom ist eines davon. Obwohl es längst nicht so häufig ist, wie viele andere Krebsarten, trägt es doch zu einem großen Anteil zur Krebssterblichkeit bei. Und eine Besserung ist nicht in Sicht.
Warum ist das Pankreaskarzinom so schwierig zu behandeln?
Das Pankreaskarzinom gibt es eigentlich gar nicht. Man lernt von Jahr zu Jahr mehr über die Vielfalt an Ursachen, an genetischen und anderen Faktoren, die das Pankreaskarzinom beschreiben. Es wird immer deutlicher, dass es sich dabei gar nicht um ein Karzinom, sondern um viele verschiedene Karzinome handelt. Und die Inzidenz wird zunehmen – weil die Bevölkerung altert und dieser Krebs im Alter auftritt; weil es viele Menschen gibt, die vor allem sitzen und sich nicht bewegen- auf dem Sofa beim Fernsehen oder im Büro am Schreibtisch; weil viele lieber Chips und Kräcker essen, als Obst und Gemüse; weil viele Menschen Fast-Food einer ausgewogenen Ernährung mit frischen Zutaten vorziehen; weil immer noch viele Menschen rauchen.
Müssen wir also vor dem Pankreaskarzinom kapitulieren?
Die Eurocare-5-Studie weist das Pankreaskarzinom als die Tumorerkrankung mit der schlechtesten Prognose aus.Fast scheint es als müssten wir vor dem Pankreaskarzinom kapitulieren, denn auch auf dem Onko-Update konnten zwar für viele Tumoren innovative und effektive Therapieansätze vogestellt und rasante Entwicklungen aufgezeigt werden. Allein das Pankreaskarzinom blieb davon unberührt. Die Therapieauswahl ist limitiert auf wenige Substanzen, Stahl & Strahl (Chirurgie, Strahlentherapie) – und nichts davon ist wirklich erfolgversprechend, wenn der Tumor erstmal fortgeschritten ist. Da der Tumor aber auch erst recht spät symptomatisch wird, wird er oft erst im fortgeschrittenen Stadium diagnostiziert. Damit sind die Therapieoptionen und –ergebnisse überschaubar. Auf der Update Veranstaltung wurde lediglich das OFF –Schema (Oxaliplatin, 5 Fu und Folinsäure) als neuer Standard in der 2nd-Line Behandlung (nach Versagen einer Erstlinientherapie mit Gemcitabin) des fortgeschrittenen Pankreaskarzinoms empfohlen (basierend auf der Publikation von Oettle, H. et al. JCO, August 2014, 10; 32(23):2423-9).
Es sind zahlreiche zielgerichtete Therapien und Zytostatika in der Entwicklung – hier erwarten wir uns bessere Behandlungsoptionen (siehe Abbildungen). Ein Screeningprogramm könnte die Erkennung des Pankreaskarzinoms im Frühstadium und damit die Erfolgsaussichten der Therapien erhöhen. Auch dazu wird geforscht. Aber das ist die Zukunft. Was können wir heute tun? Kann jeder einzelne etwas tun um ein Pankreaskarzinom erst gar nicht zu bekommen? Ist doch eh schon zu spät, da kann man nichts mehr machen?? Keine Lust auf Sport? Man kann auch klein anfangen. Legen Sie sich einen Schrittzähler zu und dann…geht es nicht mehr mit dem Fahrstuhl, sondern zu Fuß die Treppen hoch; steigen sie eine Station vor der Zielstation aus und gehen den Rest zu Fuss, parken Sie ihr Auto 2 Blocks weiter und gehen dann den Rest des Weges. Dabei können Sie dann gleich noch den Salat zum Abendessen besorgen. Und stellen Sie ihre Ernährung um: Weniger Kohlehydrate – lautet das einfache Rezept. Dazu gibt es viele Anregungen im Internet z.B. unter http://www.logi-methode.de/ -denn Kohlehydrate sind nicht gleich Kohlehydrate und dieses Konzept – von Ernährungswissenschaftlern entwickelt – wirkt und ist gesund – zum Abnehmen und für die gesunde Ernährung. Vorbeugen ist besser als Heilen!
Vom 11. bis zum 13. Dezember 2014 fand der Kongress Bluthochdruck und Prävention der Deutschen Hochdruckliga e.V. DHL®in Berlin statt. In diesem Jahr lautete das Motto „Bluthochdruck ganzheitlich behandeln- Folgeerkrankungen vorbeugen“, denn Bluthochdruck lässt sich nur mit einem ganzheitlichen, fachübergreifenden und auch Funktionen übergreifenden Behandlungs- oder Präventionskonzept wirklich in den Griff bekommen. Erfolgreiche Behandlungskonzepte sind und bleiben Teamwork zwischen verschiedenen Facharztgruppen, aber auch verschiedenen Berufsgruppen wie z.B. Gesundheitspfleger/innen, Physiotherapeuten, Heilpraktikern, Ernährungsberatern.
Auf dem 38. Wissenschaftlichen Kongress „Hypertonie und Prävention“ (weitere Infos unter www.hypertonie2014.de) konnte einmal mehr gezeigt werden, wie weit diese Schnittstellen über Fachgrenzen und Funktionen hinausgehen. Schon lange bekannt ist, dass Menschen mit Parodontitis häufiger, als Patienten mit gesunden Zähnen, an Erkrankungen wie Diabetes oder Bluthochdruck leiden und häufiger einen Herzinfarkt oder Schlaganfall erleiden. Zwar konnte bis heute der genaue Zusammenhang nicht abschließend geklärt werden, aber es gibt einige Annahmen. „Sehr wahrscheinlich sind ..dieselben Bakterien, die die Parodontitis auslösen, auch die Ursache für den erhöhten Blutdruck und die vermehrten Herzinfarkte sowie Schlaganfälle..“ erläuterte Dr. med. Johannes Baulmann aus der Uniklinik Lübeck auf der Pressekonferenz.
Bei der Prodontitis entzünden sich Zahnfleisch und tiefere Gewebsschichten um den Zahn herum, der Zahnhalteapparat wird geschädigt, die entzündungsverursachenden Bakterien geraten in den Blutkreislauf. Ohne Behandlung lockern sich die Zähne und fallen beim weiteren Fortschreiten der Erkrankung aus. Verhindert oder aufgeschoben werden kann dieser Prozess nur durch eine Parodontose- Behandlung, bei der die Bakterien bekämpft und die entstandenen Zahnfleischtaschen beseitigt werden. Nachfolgend kann der Behandlungserfolg nur aufrecht erhalten werden, wenn die Mundhygiene entsprechend optimiert wird.
Die Ergebnisse einer aktuellen Studie zum Zusammenhang von Parodontose und Blutdruck wurden auf dem Kongress vorgestellt. In der Studie wurden 100 Patienten mit Parodontitis untersucht. Nach 12 Monaten konnten die Forscher tatsächlich feststellen, dass die Gefäße der Patienten, bei denen die Parodontitis erfolgreich bekämpft worden war, elastischer wurden und – was besonders eindrucksvoll war- dass der zentrale Blutdruck dieser Patienten gesunken war. Somit gibt diese Studie einen ersten Hinweis darauf, dass mit der Parodontitis-Behandlung Herz-Kreislauf-Erkrankungen und mögliche Folgen reduziert werden können.
Dies zeigt einmal mehr, das keine Krankheit für sich allein stehend behandelbar ist, sondern immer ein holistisches Behandlungskonzept wichtig ist. Die Bedeutung des Zahnarztes im Behandlungsteam ist dabei nicht zu unterschätzen. Oftmals ist er der Lotse, der Patienten an seine Kollegen z.B. den Kardiologen, Dermatologen, Hämatologen/Onkologen, Immunologen weiterleitet. Entzündungen des Zahnfleisches und Zahnbettes können Infektionen der Atemwege begünstigen und es werden auch Zusammenhänge zwischen diesen Erkrankungen und Komplikationen während der Schwangerschaft vermutet. Erkrankungen des Blutsystems sog. hämatologische Erkrankungen, die sich u.a. in einer mangelnden oder übermäßigen Durchblutung und Blutungsneigung des Zahnfleisches bzw. der Mundschleimhaut zeigen, werden nicht selten erst beim Zahnarztbesuch entdeckt. Gleiches gilt für Tumoren der Mundschleimhaut.
Rauchen und Alkohol schaden der Zahngesundheit und tragen zur Entwicklung von Parodontose (Zahnbettentzündung) und Gingivitis (Zahnfleischentzündung) bei, insbes. Rauchen wirkt sich auch negativ auf das Herz-Kreislaufsystem aus. Es gibt also viele Schnittstellen in der Prävention und Behandlung von Hypertonie, zwischen Zahnarzt und Kardiologen.
Wenn nun aber insbesondere auf dem diesjährigen Kongress der Zusammenhang zwischen Parodontitis und Blut(hoch)druck im Fokus stand: „Vorbeugen ist besser als Heilen“. Zahngesundheit muss nicht teuer sein. Nach einer Publikation der Bundeszahnärztekammer, kostet eine Prophylaxe zu Hause im Jahr ca. 110,– Euro – das sind ca. 0,30 € am Tag. Mit einer professionellen Zahnreinigung im Jahr würde man bei ca. 0,60 € am Tag liegen. Und gesunde Zähne sind günstiger als Zahnersatz, denn der kostet ca. 500,–€ pro Zahn trotz gepflegten Bonusheftes oder für ein Implantat mit Krone ca. 2000,–€. Und natürlich auch besser als eine lebenslange Hypertonietherapie.
Was kann also jeder Einzelne tun um keine Parodontose zu bekommen? Aller Laster Anfang ist oft eine mangelnde Mundhygiene – hier kann jeder einzelne bei sich ansetzen und mit Zahnbürste und Zahnseide den Bakterien und Essensresten mindestens zweimal täglich zu Leibe rücken. Nicht immer ist es dabei ratsam sofort nach dem Essen zu reinigen – denn nach dem Genuss stark säurehaltiger Nahrungsmittel, z.B. Obstsäften, könnten wir uns damit eher schaden als nutzen.. Mindestens einmal, besser aber zweimal im Jahr sollte der Zahnarzt zur Prävention aufgesucht werden. Und selbstverständlich sollten Sie den Zahnarzt aufsuchen, wenn Sie unter Zahnfleischbluten, Zahnschmerzen, Mundgeruch oder wackelnden Zähnen leiden. Wird eine Parodontose diagnostiziert, so kann diese wirksam zusammen mit dem Zahnarzt bekämpft und dauerhaft kontrolliert oder gar geheilt werden. Es ist also nie zu spät etwas für sich und die eigene Mundgesundheit zu tun.
Und was bedeutet das Studienergebnis im Umkehrschluss für die Kardiologen? Zahnärzte sollten zunehmend in die Entwicklung von Behandlungskonzepten für Patienten eingebunden werden und Ärzte sollten immer auch an die Zähne als Ursache von Allgemeinerkrankungen denken. Bei Kopf- und Gesichtsschmerz und anderen Krankheiten ruhig mal bei den Patienten nachhaken, wie es um die Zahngesundheit steht bzw. wie lange der letzte Zahnarztbesuch zurückliegt.







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