{"id":232,"date":"2022-11-21T18:07:18","date_gmt":"2022-11-21T18:07:18","guid":{"rendered":"https:\/\/blog.oncology-expert.de\/?p=232"},"modified":"2022-11-21T18:14:53","modified_gmt":"2022-11-21T18:14:53","slug":"35-deutscher-krebskongress-2022","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/blog.oncology-expert.de\/?p=232","title":{"rendered":"35. Deutscher Krebskongress 2022"},"content":{"rendered":"\n<figure class=\"wp-block-image size-full\"><a href=\"https:\/\/blog.oncology-expert.de\/wp-content\/uploads\/2022\/11\/DKK-2022-IMG_2437-rotated.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"530\" height=\"245\" src=\"https:\/\/blog.oncology-expert.de\/wp-content\/uploads\/2022\/11\/DKK-2022-IMG_2437-rotated.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-233\" srcset=\"https:\/\/blog.oncology-expert.de\/wp-content\/uploads\/2022\/11\/DKK-2022-IMG_2437-rotated.jpg 530w, https:\/\/blog.oncology-expert.de\/wp-content\/uploads\/2022\/11\/DKK-2022-IMG_2437-300x139.jpg 300w\" sizes=\"auto, (max-width: 530px) 100vw, 530px\" \/><\/a><\/figure>\n\n\n<style>.wp-block-kadence-spacer.kt-block-spacer-_ac4b73-f9 .kt-block-spacer{height:60px;}.wp-block-kadence-spacer.kt-block-spacer-_ac4b73-f9 .kt-divider{border-top-width:1px;height:1px;border-top-color:#eee;width:80%;border-top-style:solid;}<\/style>\n<div class=\"wp-block-kadence-spacer aligncenter kt-block-spacer-_ac4b73-f9\"><div class=\"kt-block-spacer kt-block-spacer-halign-center\"><hr class=\"kt-divider\"\/><\/div><\/div>\n\n\n\n<h2 class=\"has-text-align-center wp-block-heading\">Neues aus der Krebsforschung<\/h2>\n\n\n\n<p>In der letzten Woche ging der 35. Deutsche Krebskongress in Berlin zu Ende. Ein Kongress auf dem 10.000 Menschen aus Wissenschaft, Medizin, Gesundheitswesen, Politik und Pflege miteinander ins Gespr\u00e4ch<br \/>kamen \u2013 f\u00fcr eine noch bessere Versorgung der Krebspatienten und -patientinnen.<\/p>\n\n\n\n<p>Ein Kongress mit 10.000 Teilnehmenden, mit Daten zu Innovationen in der medikament\u00f6sen und chirurgischen Therapie und Pr\u00e4vention von Krebserkrankungen &#8211; denn der beste Krebs ist der, den wir gar nicht erleben. Bei diesem Kongress geht es gerade darum, dass jede(r) \u00fcber den Tellerrand schaut und sich mit anderen austauschen kann. Patientenverb\u00e4nde, \u00c4rzteverb\u00e4nde, Industrie und Politik &#8211; alle zusammen machen den Erfolg des Kongresses aus und tragen zum Kampf gegen Krebs bei.<\/p>\n\n\n\n<blockquote class=\"wp-block-quote is-layout-flow wp-block-quote-is-layout-flow\">\n<p>Man nimmt an, dass ca. 40% der Krebserkrankungen durch eine entsprechende Pr\u00e4vention vermieden werden k\u00f6nnten,&nbsp; ein enormes Potenzial, das derzeit nur unzureichend ausgesch\u00f6pft wird.<\/p>\n<cite>Pressemitteilung der DKK2022<\/cite><\/blockquote>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">Pr\u00e4vention &#8211; dem Krebs keine Chance<\/h2>\n\n\n\n<p>Man nimmt an, dass ca. 40% der Krebserkrankungen durch eine entsprechende Pr\u00e4vention vermieden werden k\u00f6nnten, ein enormes Potenzial, das derzeit nur unzureichend ausgesch\u00f6pft wird. Leider scheint es immer noch gro\u00dfe Schwierigkeiten zu geben, den wissenschaftlichen Fortschritt im Bereich Pr\u00e4vention tats\u00e4chlich in klinische Versorgung umzusetzen. So sind z.B. Risikofaktoren f\u00fcr Krebserkrankungen wie Rauchen und Alkohol, starkes \u00dcbergewicht, zu wenig Bewegung, zu viele Sonnenbr\u00e4nde und Infektionen<br \/>mit bestimmten Viren bekannt \u2013 aber der Mensch scheint ein Gewohnheitstier- neues wird ersteinmal kritisch betrachtet. Und theoretischen Wissen wird nicht sofort in entsprechendes Handeln umgesetzt.<\/p>\n\n\n\n<p>Ein prominentes Beispiel ist die HPV-Impfung zur Vermeidung von Zervixkarzinomen, aber auch Anal-, Penis- und Kopf-Hals-Tumoren. Es mutet verwunderlich an, wenn in dem Land, in dem der Wissenschaftler Harald zur Hausen forschte und die erste HPV- Impfung entwickelte, die Impfquote immer<br \/>noch gering ist. Prof. zur Hausens Forschungen zur HPV-Impfung wurden 2008 sogar mit einem Nobelpreis gew\u00fcrdigt. Es gibt also zu dieser Impfung herausragende Evidenz, und dennoch ist gerade in Deutschland die Umsetzung noch deutlich verbesserungsf\u00e4hig. Mit 52 % der 18-j\u00e4hrigen M\u00e4dchen, die<br \/>vollst\u00e4ndig geimpft sind und nur 2,5 % der 18-j\u00e4hrigen Jungen ist die Quote nicht zufriedenstellend (<em>Rieck T, Feig M, Siedler A: Impfquoten von Kinderschutzimpfungen in Deutschland \u2013 aktuelle Ergebnisse aus der RKI-Impfsurveillance. Epid Bull 2021;49:6-29.<\/em>). <\/p>\n\n\n\n<p>Hier m\u00fcssen deutlich mehr Anstrengungen unternommen werden, um wissenschaftliche Evidenz in die Praxis umzusetzen. Denn Kosten sind bei der Frage der Inanspruchnahme kein Thema, da die Impfung  kostenfrei ist. Es bestehen aber offenbar relevante gesellschaftliche Barrieren und Prof. Seufferlein wies darauf hin, dass noch nicht der richtige Weg gefunden wurde, den Jugendlichen und ihren Erziehungsberechtigten die Bedeutung dieser Impfung zu erkl\u00e4ren. In diesem Zusammenhang spielen gerade auch die Kinder\u00e4rzte, Haus\u00e4rzte, Schulen und Lehrende eine ganz wesentliche Rolle, und m\u00fcssen in<br \/>alle Anstrengungen einbezogen werden.<\/p>\n\n\n\n<p><a href=\"https:\/\/www.nobelprize.org\/prizes\/medicine\/2008\/hausen\/facts\/\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\">https:\/\/www.nobelprize.org\/prizes\/medicine\/2008\/hausen\/facts\/<\/a><\/p>\n\n\n\n<p>J\u00e4hrlich erkranken ca. 500.000 Menschen in Deutschland an Krebs. Im Jahr 2030 werden sch\u00e4tzungsweise \u00fcber 625.000 Menschen neue an Krebs erkranken. Die Pr\u00e4vention ist eines der wichtigsten Instrumente, um das zu verhindern: Prim\u00e4rpr\u00e4vention und Fr\u00fcherkennung (Sekund\u00e4rpr\u00e4vention) zusammengenommen k\u00f6nnten die Krebssterblichkeit sogar um bis zu 75 Prozent senken. \u201eDie Krebspr\u00e4ventionsforschung in Deutschland hinkt auch im weltweiten Vergleich bisher eher hinterher. Die Deutsche Krebshilfe und das<br \/>DKFZ setzen sich gemeinsam daf\u00fcr ein, dass sich das \u00e4ndert.\u201c sagte Professor Dr. Michael Baumann, Vorstandsvorsitzender des Deutschen Krebsforschungszentrums in Heidelberg (DKFZ) auf der Pressekonferenz des DKK 2022.<\/p>\n\n\n\n<p>Um dem entgegen zu wirken entsteht mit finanzieller Unterst\u00fctzung durch die Deutsche Krebshilfe das Nationale Krebspr\u00e4ventionszentrum in Heidelberg. Wissenschaftler unterschiedlicher Fachgebiete werden hier gemeinsam forschen. Zudem werden eine Pr\u00e4ventionsambulanz und ein Informationszentrum f\u00fcr die<br \/>Bev\u00f6lkerung entstehen. Derzeit sind drei neue Professuren f\u00fcr die Krebspr\u00e4vention ausgeschrieben, die am Nationalen Krebspr\u00e4ventionszentrum angesiedelt werden. Zuk\u00fcnftig sollen WissenschaftlerInnen aller Fachrichtungen in multidisziplin\u00e4ren und innovativen Forschungsvorhaben zum Thema Krebspr\u00e4vention (Prim\u00e4r- und Sekund\u00e4rpr\u00e4vention) zusammenarbeiten. Forschungsmittel sind daf\u00fcr in H\u00f6he von 3 Mio Euro eingeplant.<\/p>\n\n\n\n<p>Auch f\u00fcr bereits an Krebs Erkrankte gibt es in der sog. \u201eTerti\u00e4rpr\u00e4vention\u201c Ans\u00e4tze, die darauf abzielen die \u00dcberlebenraten zu verbessern und R\u00fcckf\u00e4lle zu verhindern. Dabei helfen vor allem k\u00f6rperliche, aber auch soziale Aktivit\u00e4ten. Zu dieser Thematik laufen schon heute einige Forschungsprojekte in Deutschland.<br \/>Besonders die positiven Auswirkung von Sport auf die Krebserkrankungen wurde in verschiedenen Studien \u00fcber verschiedenste Krebsarten hinweg gezeigt.<\/p>\n\n\n\n<p> <\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">Immer mehr M\u00f6glichkeiten in der Krebsbehandlung<\/h2>\n\n\n\n<p>Die Onkologie ist die Speerspitze in der Versorgung der PatientInnen mit innovativen Therapien. Beim Gemeinsamen Bundesausschuss (GBA) wurden im Jahr 2021 insgesamt 56 Zulassungsverfahren f\u00fcr neue Arzneimittel zur Behandlung von Krebserkrankungen durchgef\u00fchrt. 38 Prozent der neu zugelassenen Wirkstoffe sind lt. Gesch\u00e4ftsbericht des GBA Onkologika; die Krebsmedizin ist damit das Therapiegebiet mit der gr\u00f6\u00dften Zahl an Innovationen. Immer mehr Behandlungsoptionen erlauben es immer mehr KrebspatientInnen immer l\u00e4nger zu \u00fcberleben.<\/p>\n\n\n\n<p>Hinzu kommen Innovation in der Krebschirurgie, wie minimal invasive Verfahren, Verfahren der computergesteuerten Operationen\/Robotik, verbesserte Metastasenchirurgie etc. Insgesamt konnte der diesj\u00e4hrige Krebskongress also vielen PatientInnen Mut machen, denn die Wissenschaft schaft stetig neues<br \/>Wissen, neue Therapieoptionen und neue Chancen und Perpektiven f\u00fcr PatientInnen.<\/p>\n\n\n\n<p>Wenn zu innovativen Behandlungsm\u00f6glichkeiten noch Prim\u00e4r-, Sekund\u00e4r- und Terti\u00e4rpr\u00e4vention sowie die Verbesserung der Forschungsbedingungen insbesondere f\u00fcr NachwuchswissenschaftlerInnen und der Einsatz von k\u00fcnstlicher Intelligenz in der Diagnostik hinzukommen, werden weitere Behandlungserfolge und noch l\u00e4ngere \u00dcberlebenszeiten der PatientInnen hinzukommen. Ein Kongress, der all diese verschiedenen Fachdisziplinen zusammen bringt, die f\u00fcr das Gelingen einer gemeinsamen Krebsstrategie<br \/>notwendig sind, ist der DKK, der alle 2 Jahre diese Menschen in Deutschland zusammenbringt. Sie alle arbeiten daran, dass die Zukunft der KrebspatientInnen immer besser aussieht und ihre Zahl zuk\u00fcnftig evtl. sogar abnehmen kann.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Neues aus der Krebsforschung In der letzten Woche ging der 35. Deutsche Krebskongress in Berlin zu Ende. 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