{"id":179,"date":"2021-10-10T14:36:19","date_gmt":"2021-10-10T14:36:19","guid":{"rendered":"http:\/\/blog.oncology-expert.de\/?p=179"},"modified":"2021-10-10T14:36:20","modified_gmt":"2021-10-10T14:36:20","slug":"back-from-esmo-2021","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/blog.oncology-expert.de\/?p=179","title":{"rendered":"Back from ESMO 2021"},"content":{"rendered":"\n<p class=\"has-text-align-center\">News from ESMO 2021<\/p>\n\n\n\n<h1 class=\"has-text-align-center wp-block-heading\">ESMO 2021 Highlights<\/h1>\n\n\n\n<p>Interdisziplin\u00e4r, interprofessionell, international und zunehmend digitalisiert und individualisiert \u2013 so geht Krebsbehandlung heute. Die Entwicklung neuer Therapien erfolgt rasant und immer mehr Therapien stehen Patientinnen zur Verf\u00fcgung, erlauben ein immer l\u00e4ngeres \u00dcberleben mit Krebs. Unter dem Titel \u201eGood Science, better Medicine, best Practice\u201c, d.h. gute Forschung und Wissenschaft, bessere Medizin und beste therapeutische Praxis, diskutieren im September auf dem virtuellen Europ\u00e4ischen Krebskongress (<a href=\"https:\/\/www.esmo.org\/meetings\/past-meetings\/esmo-congress-2021\">ESMO Congress<\/a> 2021) wieder die europ\u00e4ischen und internationalen Expertinnen \u00fcber die neusten Entwicklungen in der H\u00e4mato-Onkologie und Onkologie.<\/p>\n\n\n\n<p>Wie wird die Onkologie morgen aussehen? Welche neuen Ans\u00e4tze in Diagnostik und Therapie werden unsere Therapieentscheidungen zuk\u00fcnftig ver\u00e4ndern?<\/p>\n\n\n\n<p>Welche Ver\u00e4nderungen hat es durch COVID-19 in der Onkologie gegeben?<\/p>\n\n\n\n<p>Welchen Herausforderungen werden wir uns stellen m\u00fcssen?<\/p>\n\n\n\n<p>Diese und viele weitere Fragen wurden auf dem Kongress diskutiert.<\/p>\n\n\n\n<!--more-->\n\n\n\n<h2 class=\"has-text-align-center wp-block-heading\">Der virtuelle Kongress -gutes Klima<\/h2>\n\n\n\n<p>Segen und Fluch zugleich: Der virtuelle Kongress. Perfekt organisiert und bequem vom Sofa aus verfolgbar, senkt die ESMO (European Society of Medical Oncology) mit diesem Format die Schwelle f\u00fcr eine Kongressteilnahme deutlich, gerade f\u00fcr Teilnehmende aus L\u00e4ndern oder Kliniken mit begrenztem Budget oder langen Anfahrtswegen. &nbsp;<\/p>\n\n\n\n<p>Sicher wird durch den virtuellen Kongress viel CO2 eingespart \u2013 und das passt ganz zu der einzigartigen <a href=\"https:\/\/perspectives.esmo.org\/news\/esmo-endorses-joint-editorial-from-health-journals-on-climate-crisis\">Stellungnahme der Herausgeber von \u00fcber 200 Fachzeitschriften f\u00fcr das Gesundheitswesen<\/a>. Die Herausgeber warnen davor, dass der Klimawandel nicht ernst genommen wird und zu wenig gegen diesen unternommen wird- mit Folgen f\u00fcr Klima, Umwelt, Artenvielfalt und Gesundheit. Schon heute beobachtet man in Deutschland erh\u00f6hte Sterblichkeit in den Sommermonaten, die auf Hitzeperioden zur\u00fcckgef\u00fchrt wird. Klimawandel wirkt schon heute auf unsere Gesundheit und die Sterblichkeit. Atemwegserkrankungen (VOR Corona!) nehmen zu \u2013 und das liegt auch am Klima, wie das <a href=\"https:\/\/www.umweltbundesamt.de\/publikationen\/einfluss-des-klimawandels-auf-die-morbiditaet\">Umweltbundesamt berichtet<\/a><a href=\"#_ftn1\">[1]<\/a>. Da setzen virtuelle Kongresse ein Zeichen \u2013 auch wenn bis heute noch niemand nachgerechnet hat, wie sich die vermehrte Server- und PC-Nutzung auf die CO2-Bilanz des Kongresses auswirken.<\/p>\n\n\n\n<p>Was trotz aller technischer Finesse fehlt ist: Das informelle Kommunizieren, das Networken. Es fehlen die Diskussionen auf den Fluren und in den Caf\u00e9s, beim Mittagessen oder auf der Suche nach den korrekten R\u00e4umlichkeiten. So manch ein Kontakt konnte da schon gekn\u00fcpft, manche Frage mit dem Referenten gekl\u00e4rt werden. Jetzt bleibt leider nichts mehr dem Zufall \u00fcberlassen.<\/p>\n\n\n\n<p>Dennoch \u2013 oder gerade deswegen &#8211; nahmen wieder zahlreiche Experten und Expertinnen unterschiedlichster Fachrichtungen an dem gr\u00f6\u00dften europ\u00e4ischen Krebskongress teil. Und es gab viel Neues zu diskutieren. \u00dcber 2000 Abstracts sind eingereicht und bilden die Basis f\u00fcr das ehrgeizige wissenschaftliche Programm. In dem Titel des steckt viel drin. Von zahlreichen fr\u00fchen Studien, neuen Methoden der Diagnostik und der Tumorcharakterisierung, \u00fcber zielgerichtete Medikamente und immer bessere Vernetzung der \u00c4rzte f\u00fcr eine optimale Patientenbetreuung, sowie die zahlreichen <a href=\"https:\/\/www.esmo.org\/guidelines\">ESMO Leitlinien<\/a>, die im Sinne von \u201ebest practice\u201c als Richtschnur f\u00fcr Diagnostik und Therapie in der onkologischen Praxis dienen sollen.<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">Was gibt es Neues?<\/h2>\n\n\n\n<p>Unter den rund <a href=\"https:\/\/www.annalsofoncology.org\/issue\/S0923-7534(21)X0014-2\">2000 Abstracts<\/a> waren auch zahlreiche sog. \u201clate-breaking abstracts\u201d, d.h. Zusammenfassungen von wissenschaftlichen Arbeiten, die besondere Aufmerksamkeit erhielten, weil ihr Inhalt von besonderem wissenschaftlichem Interesse ist. Dazu geh\u00f6rten unter anderem (Auswahl der ESMO):<\/p>\n\n\n\n<ol class=\"wp-block-list\" type=\"1\"><li><strong>Neue Daten aus Phase III Studien zum Einsatz von Immuntherapien bei<\/strong><ol><li><strong>Melanom<\/strong>\/ schwarzem Hautkrebs: Anwendung der Immuntherapie bei Patientinnen mit reseziertem hochrisiko Stadium II Melanom (LBA3_PR &#8211; KEYNOTE-716)<\/li><\/ol><ol><li><strong>Zervixkarzinom<\/strong>\/ Geb\u00e4rmutterhalskrebs: Einsatz von Immuntherapie beim metastasierten Zervixkarzinom (LBA2_PR &#8211; KEYNOTE-826)<\/li><\/ol><ol><li><strong>Brustkrebs<\/strong>: Ergebnisse der Phase III Studie zur Therapie mit Immuntherapie von HER2positivem metastasierten Brustkrebs (LBA1 &#8211; DESTINY-Breast03)<\/li><\/ol><ol><li><strong>Fortgeschrittenem<\/strong> <strong>Magen<\/strong>&#8211;<strong> und Speiser\u00f6hrenadenokarzinom <\/strong>GEJC\/ (LBA7 &#8211; CheckMate 649)<\/li><\/ol><ol><li><strong>Stage IB-IIIA NSCLC- IMPOWER-010<\/strong> (LBA9): Lokalisierung von Rezidiven und nachfolgende Therapiealgorithmen \u2013 Atezolizumab vs. beste Supportivtherapie (BSC) nach adjuvanter Chemotherapie (CHT).<\/li><\/ol><\/li><li><strong>Neue Ans\u00e4tze f\u00fcr zielgerichtete Therapien (\u201etargeted therapies&#8221;) in fr\u00fchen Phase I\/II Studien<\/strong><ol><li>Kolorektalkarzinomen\/Darmkrebs mit KRASG12C-Mutationen (LBA6 &#8211; KRYSTAL-1)<\/li><\/ol><\/li><li><strong>Studien zu verschiedenen Therapieans\u00e4tzen beim Prostatakarzinom:<\/strong><\/li><\/ol>\n\n\n\n<ul class=\"wp-block-list\"><li><strong>Studien zu seltenen Erkrankungen<\/strong>:<ul><li>Behandlungsfortschritte in der Therapie des malignen, progressiven Ph\u00e4ochromozytoms (Tumor des Nebennierenmarks) und des Paraganlioms (Tumor des autonomen Nervensystems) (567O_PR &#8211; FIRSTMAPPP)<\/li><\/ul><\/li><li><strong>&nbsp;Untersuchungen zum Einfluss der Pandemie auf Krebsvorsorge und -behandlung.<\/strong><ul><li>Ansprechen von Krebspatienten auf die SARS-CoV-2 Impfung (1557O &#8211; CAPTURE and LBA8)<\/li><\/ul><ul><li>Auswirkung einer durchgemachten COVID-19 Infektion auf Behandlungsalgorithmen und das Gesamt\u00fcberleben von Krebspatienten, die sich von der Infektion erholt hatten. (1560O_PR)<\/li><\/ul><\/li><\/ul>\n\n\n\n<p>Die Ergebnisse m\u00f6chte ich hier kurz skizzieren \u2013 Details finden sich in den Abstracts, die frei unter dem o.g. Link zug\u00e4nglich sind.<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">Grunds\u00e4tzliches zur Krebsbegleitung und Krebsnachsorge<\/h2>\n\n\n\n<p>Es befassten sich gleich mehrere Untersuchungen mit dem Wissen bei Haus\u00e4rztInnen und PatientInnen zu neuen Krebstherapien. Tats\u00e4chlich sind die Entwicklungen in der Onkologie so rasant, dass nicht nur die PatientInnen, sondern auch die Haus\u00e4rztInnen, die h\u00e4ufig die PatientInnen im Alltag begleiten, Schwierigkeiten haben, sich auf dem aktuellen Stand der Wissenschaft zu halten.<a href=\"#_ftn2\">[2]<\/a><\/p>\n\n\n\n<p>Durch immer besser Krebstherapien \u00fcberleben immer mehr KrebspatientInnen immer l\u00e4nger. Das ist ein gro\u00dfes Gl\u00fcck. Gleichzeitig bedeutet dies auch, dass immer mehr Krebs\u00fcberlebende (\u201eCancer Survivor\u201c) nicht nur die Therapie \u00fcberleben, sondern auch mit deren Folgen weiterleben. Sie kommen so in den \u201eGenuss\u201c von Langzeitnebenwirkungen, die bisher nur wenig untersucht wurden. Diese Tatsache erfordert wiederum neue Studien und Ans\u00e4tze in der Krebsnachsorge, um diese Langzeitnebenwirkungen in den Griff zu bekommen. Diese Langzeitnebenwirkungen wurde in der gro\u00dfen deutschen Studie \u201eFIX\u201c bei 2.508 KrebspatientInnen genauer untersucht.<\/p>\n\n\n\n<p>Eine besonders h\u00e4ufig beobachtete Langzeitnebenwirkung ist die Fatigue. Menschen mit Fatigue f\u00fchlen sich schwach, ersch\u00f6pft, antriebslos und sind nur eingeschr\u00e4nkt zu k\u00f6rperlicher oder geistiger Arbeit und somit zur Erwerbst\u00e4tigkeit f\u00e4hig. Oft treten noch weitere unspezifische Symptome hinzu, wie z.B. Kopf-, Hals-, Gelenk- und Muskelschmerzen, Konzentrations- und Ged\u00e4chnisst\u00f6rungen. Das beeintr\u00e4chtigt die Lebensqualit\u00e4t stark und kann weitreichende Auswirkungen \u2013auf das Sozialleben der Genesenen haben.<a href=\"#_ftn3\">[3]<\/a><sup>,<a href=\"#_ftn4\">[4]<\/a> <\/sup>&nbsp;Trotz existierender Leitlinien u.a. der ESMO selbst<a href=\"#_ftn5\">[5]<\/a>, wird sich nur selten an diese beim Management der Langzeitnebenwirkungen gehalten. Das ist sehr bedauerlich und hier ist noch einiges an Kommunikation notwendig, damit eine leitlinienkonforme PatientInnennachsorge auch wirklich umgesetzt wird.<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">Was gab es Neues in der Immuntherapie von Krebs?<\/h2>\n\n\n\n<ol class=\"wp-block-list\" type=\"1\"><li>Einsatz von Pembrolizumab zur adjuvanten Behandlung bei Patientinnen mit reseziertem hochrisiko Stadium II <strong>Melanom<\/strong> (LBA3_PR &#8211; KEYNOTE-716)<a href=\"#_ftn6\">[6]<\/a>:<ul><li>Da das Langzeitergebnis der Behandlung von Melanomen der Stadien III A\/B vergleichbar mit dem der g\u00fcnstigeren Stadien II B\/C ist, lag es nahe zu pr\u00fcfen, ob auch bei PatientInnen mit Stadium II B\/C eine adjuvante Behandlung mit Pembrolizumab wirksam das \u00dcberleben ohne R\u00fcckfall (Rezidivfreies \u00dcberleben) verl\u00e4ngern kann.<\/li><li>Tats\u00e4chlich konnte dies f\u00fcr die PatientInnen im Vergleich zu Placebo gezeigt werden. Nach einem Jahr hatten 90% der Pembrolizumab PatientInnen noch kein Rezidiv, w\u00e4hrend es im Vergleichsarm nur 83% waren. Daher wird von Luke postuliert, dass zuk\u00fcnftig diese Therapie Eingang in die therapeutische Praxis erhalten sollte. Derzeit fehlen noch Daten zum Gesamt\u00fcberleben. Die Lebenqualit\u00e4t blieb \u00fcber den gesamten Therapieverlauf in beiden Armen vergleichbar und konstant. Das Nebenwirkungsprofil unter Pembrolizumab unterschied sich nicht von dem bereits dokumentierten.<\/li><\/ul><\/li><li><strong>Zervixkarzinom\/ Geb\u00e4rmutterhalskrebs<\/strong>: Einsatz von Pembrolizumab beim metastasierten Zervixkarzinom (LBA2_PR &#8211; KEYNOTE-826)<a href=\"#_ftn7\">[7]<\/a><ul><li>Die Aussichten auf Therapieerfolge sind bei Patientinnen mit fortgeschrittenem, persistierendem, rezidivierten bzw. metastasierten Zervixkarzinom eher schlecht. Lange betrug die Lebenserwartung weniger als 12 Monate. Weltweit ist das Zervixkarzinom bei Frauen zwischen 15 und 44 Jahren die zweith\u00e4ufigste Krebserkrankung.<\/li><li>Anmerkung: Das ist nicht in allen L\u00e4ndern so, denn in einigen L\u00e4ndern kann durch Impfungen gegen das HPV Virus verhindert werden, dass einige Auspr\u00e4gungen des Geb\u00e4rmutterhalskrebses \u00fcberhaupt auftreten. Dazu muss die Impfung allerdings m\u00f6glichst fr\u00fchzeitig und vor allem vor dem ersten Geschlechtsverkehr erfolgen.<\/li><li>In dieser Phase III Studie wurde \u00fcberpr\u00fcft, ob die Zugabe von Pembrolizumab zu einer Chemotherapie +\/-Bevacizumab, das progressionsfreie und das Gesamt\u00fcberleben bei diesen Patientinnen erh\u00f6ht.<\/li><li>Nach 24 Monaten waren noch mehr als 50% der Patientinnen am Leben, die Pembrolizumab + Chemotherapie +\/- Bevacizumab erhalten hatten. Im Vergleichsarm waren dies nur um die 40 % der Patientinnen.<\/li><li>Der Referent, Gonzal\u00e9z Martin, sieht denn auch hier eine Ver\u00e4nderung der klinischen Praxis am Horizont, da diese Ver\u00e4nderung \u201eklinisch bedeutsam\u201c sei. Die PDL1- Expression war f\u00fcr das Therapieergebnis dabei irrelevant.<\/li><\/ul><\/li><li><strong>Brustkrebs<\/strong>: Ergebnisse der Phase III Studie zur Therapie mit Immuntherapie von HER2-positivem nicht resektablen und\/oder metastasiertem Brustkrebs (LBA1 &#8211; DESTINY-Breast03)<a href=\"#_ftn8\">[8]<\/a><ul><li>In dieser Studie wurde Trastuzumab Emtansin (T-DM1), ein gegen HER2 gerichtetes Antik\u00f6rper-Wirkstoff-Konjugat (d.h. eine Kombination aus dem Antik\u00f6rper und einer Chemotherapie, die die Zellteilung hemmt) gegen ein weiteres Antik\u00f6rper-Wirkstoff-Konjugat (ADC) bestehend aus Trastuzumab Deruxtecan (T-DXd) getestet. Trastuzumab Deruxetan wurde erstmals in einer Phase III Studie bei Brustkrebspatientinnen untersucht.<\/li><li>Die Therapie mit einem der beiden ADC erfolgte bei Patientinnen mit nicht resektablem oder metastasiertem HER2-positiven Brustkrebs, die zuvor bereits mit Trastuzumab und einem Taxan in der fortgeschrittenen oder metastasierten Situation behandelt worden waren.<\/li><li>Auf dem ESMO 2021 wurden nun die Daten zum \u00dcberleben ohne Krankheitsfortschreiten (progressionsfreies \u00dcberleben =PFS) und zu den Ansprechraten vorgestellt. Patientinnen wurden bis zum Zeitpunkt der Datenauswertung im Mai 2021 median 14,3 Monate mit T-DXd bzw.\u00a0 6,9 Monate mit T-TDM1 behandelt. Trotz der h\u00f6heren behandlungsbedingten Nebenwirkungen (TEAE) jeden Grades unter der Therapie mit T-DXd (99%) im Vergleich zu T-DM1 (95,4%), konnte mit T-DXd deutlich l\u00e4nger behandelt werden.<\/li><li>Der prim\u00e4re Studienendpunkt medianes PFS wurde im T-DXd-Arm noch nicht erreicht (Spannbreite: 18,5-noch nicht erreicht). Unter Therapie mit T-DM1 lag das mediane PFS bei 6,8 Monaten. D.h. die Patientinnen mit T-DXd haben ein deutlich l\u00e4ngeres krankheitsfreies Intervall, als die mit T-DM1-Therapie.<\/li><li>Das sind beeindruckende Daten mit statistischer Signifikanz. Cort\u00e9s sieht daher voraus, dass sich die Therapie des Her2-positiven metastasierten Brustkrebses wandeln wird unter Einbezug der neuen Substanz T-DXd.<\/li><\/ul><\/li><li><strong>Fortgeschrittenem<\/strong> Adenokarzinoms des <strong>Magens, der Speiser\u00f6hre<\/strong> <strong>oder des \u00dcbergangs zwischen beiden GC\/<\/strong>GEJC\/EAC (LBA7 &#8211; CheckMate 649)<a href=\"#_ftn9\">[9]<\/a><sup>,<a href=\"#_ftn10\">[10]<\/a><\/sup>: Vergleich von Nivolumab + Ipilimumab oder Nivolumab + Chemotherapie versus Chemotherapie allein<ul><li>Gerade bei Magen- und Speiser\u00f6hrenkrebs ist die Prognose meist ung\u00fcnstig. Vor allem, wenn der Tumor nicht operativ entfernt werden kann. Die Standardtherapie des Her2-negativen Magen- bzw. Speiser\u00f6hrenkarzinoms ist die Chemotherapie.<\/li><li>Die Therapie mit Nivolumab + Chemotherapie (N+CHT) k\u00f6nnte zuk\u00fcnftig in dieser Situation ein Therapieoption sein. N+CHT zeigte bei Patienten mit einer hohen PDL1-Positivit\u00e4t \u00a0ein um median 3,3 Monate signifikant verl\u00e4ngertes Gesamt\u00fcberleben (OS) im Vergleich zur alleinigen CHT. Die objektive Ansprechrate (ORR) lag mit N-CHT h\u00f6her (60%) als mit CHT allein (45%). Die Wahrscheinlichkeit, dass der Tumor auf die Therapie anspricht ist also mit N-CHT h\u00f6her. Zudem war das krankheitsfreie \u00dcberleben (PFS) mit N-CHT mit 7,7 Monaten, l\u00e4nger als das PFS mit CHT (6,0 Monate).<\/li><\/ul><\/li><li><strong>Stadium IB-IIIA NSCLC (nicht-kleinzelliger Lungenkrebs)- IMPOWER-010<\/strong> (LBA9)<a href=\"#_ftn11\">[11]<\/a><sup>,<a href=\"#_ftn12\">[12]<\/a><\/sup>: Lokalisierung von Rezidiven und nachfolgende Therapiealgorithmen \u2013 Atezolizumab vs. beste Supportivtherapie (BSC) nach adjuvanter Chemotherapie (CHT).<ul><li>Das Therapieziel bei Patienten mit Stadium IB-IIIA NSCLC ist Heilung. Sie werden operiert und erhalten eine adjuvante Chemotherapie. \u00a0Dennoch rezidivieren 60% der Patienten. Diese Rezidive gilt es durch eine wirksame Erweiterung der adjuvanten Chemotherapie zu verhindern.<\/li><li>Im Lancet wurde die Studie bereits parallel zum europ\u00e4sichen Krebskongress im September 2021 publiziert. Das krankheitsfreie \u00dcberleben (DFS) stieg mit steigender PDL1- Positivit\u00e4t. Rezidive wurden bei 29% (73) der mit Atezolizumab behandelten Patienten und bei 45% (102) der mit BSC behandelten Patienten beobachtet. Im Anschluss an das Rezidiv erhielt noch mehr als jeder zweite Patient eine systemische Krebstherapie (70% der Atezolizumab-vorbehandelten Patienten versus 68% der BSC vorbehandelten Patienten.<\/li><\/ul><\/li><\/ol>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">Neue Ans\u00e4tze f\u00fcr zielgerichtete Therapien (\u201etargeted therapies&#8221;) bei<\/h2>\n\n\n\n<ul class=\"wp-block-list\"><li><strong>Kolorektalkarzinomen\/Darmkrebs<\/strong> mit KRASG12C-Mutationen, Phase I\/II Studie (LBA6 &#8211; KRYSTAL-1)<a href=\"#_ftn13\">[13]<\/a><sup>,<\/sup><ul><li>Mutationen des KRAS<sup>G12C<\/sup>&nbsp;Gens treten bei 3%-4% aller Kolorektalkarzinome (CRC) auf. Bei diesen Mutation ist die Wirksamkeit von Cetuximab gering. Adagrasib ist ein sog. \u201etageted agent\u201c, ein Wirkstoff, der gezielt das KRAS<sup>G12C<\/sup>&nbsp;inhibiert.<\/li><\/ul><ul><li>Adagrasib wurde bei Patienten mit einer KRAS<sup>G12C<\/sup>&nbsp;Mutation nach median 3 Vortherapien eingesetzt \u2013 u.a. auch bei Patienten mit CRC. Bei diesen intensiv vorbehandelten Patienten konnte ein Ansprechen von 22% dokumentiert werden. Eine Krankheitskontrolle konnte sogar bei 87% der Patienten erreicht werden (d.h. keine Verschlechterung der Erkrankung). Diese Phase I\/II Studie hat noch keine Therapiever\u00e4nderung zur Folge. Anfang 2021 startete eine Phase III Studie in der 2-Linie des CRC (also nach nur einer Vortherapie) um die Effektivit\u00e4t von Adagrasib in fr\u00fcheren Therapielinien nachzuweisen (<a href=\"https:\/\/www.clinicaltrials.gov\/ct2\/show\/NCT04793958?term=NCT04793958&amp;draw=2&amp;rank=1\">KRYSTAL-10)<\/a>.<\/li><\/ul><\/li><\/ul>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">Das Prostatakarzinom \u2013 Kombinationen als Schl\u00fcssel zum Therapieerfolg<\/h2>\n\n\n\n<p>Zun\u00e4chst einmal vorweg: Die neuen S3 Leitlinien zur Diagnostik und Therapie des Prostatakarzinoms sind im Mai 2021 erschienen und im Netz verf\u00fcgbar bei der AWMF.<a href=\"#_ftn14\">[14]<\/a> Darin wird auch auf die STAMPEDE Studie eingegangen, die auf dem ESMO mit weiteren Daten aufwartete.<\/p>\n\n\n\n<ul class=\"wp-block-list\"><li>Vergleich der Effektivit\u00e4t zweier Therapieans\u00e4tze f\u00fcr Patienten mit einem <strong>nicht metastasierten hormonsensitivem Hochrisiko-Prostatakarzinom<\/strong> (<a href=\"https:\/\/www.youtube.com\/watch?v=QKiiP6GfbH8\">LBA4_PR &#8211; STAMPEDE<\/a>)<a href=\"#_ftn15\">[15]<\/a><ul><li>In dieser Studie geht es um die Therapie von Patienten mit Hochrisiko lokal fortgeschrittenen, hormonsensitiven Prostatakarzinomen. Zahlreiche Publikationen besch\u00e4ftigen sich seit Beginn der Studie mit den Ergebnissen zu den verschiedenen Armen der Studie. Es konnte schon 2020 gezeigt werden, dass das Gesamt\u00fcberleben (OS) bei diesen Patienten durch Kombinationstherapien verbessert werden konnten.<\/li><\/ul><ul><li>&nbsp;In diesem Jahr wurden Langzeitdaten zur Kombination aus ADT (Androgenentzugstherapie) plus Abiraterone+Prednison (AAP) +\/- Enzalutamid (ENZ) pr\u00e4sentiert. &nbsp;<\/li><\/ul><ul><li>Es konnte gezeigt werden, dass Kombinationstherapien, insbesondere die Gabe der Kombination AAP f\u00fcr 2 Jahre auch nach 6 Jahren noch das Metastasen freie \u00dcberleben (MFS) und das Gesamt\u00fcberleben verbesserte. Die Hinzunahme von ENZ zu AAP brachte allerdings keinen zus\u00e4tzlichen Benefit. Nach Auffassung des Referenten, Gerard Attard, sollte die Gabe von AAP \u00fcber 2 Jahre &nbsp;zum neuen Therapiestandard f\u00fcr diese Patienten werden. Eine Kombination von AAP mit ENZ sei obsolet.<\/li><\/ul><\/li><li>Zum Gesamt\u00fcberleben von neu diagnostizierten Patienten mit einem <strong>hormonsensitiven metastasierten Prostatakarzinom<\/strong> (<strong>LBA5_PR &#8211; PEACE-1<\/strong>)<a href=\"#_ftn16\">[16]<\/a><ul><li>In dieser Studie wurden Patienten mit einem neu diagnostizierten (de novo) metastasierten, hormonsensitiven Prostatakarzinom (mCSPC) behandelt. Verglichen wurde der Therapiestandard Docetaxel + ADT mit Kombinationen ADT+ Docetaxel +\/- Abirateron +\/- Radiotherapie.<\/li><\/ul><ul><li>Es konnte gezeigt werden, dass die Dreierkombination aus Docetaxel + ADT+ Abirateron sowohl das rPFS (radiologische progressionfreie \u00dcberleben), als auch das Gesamt\u00fcberleben (OS) bei mCSPC verbesserte. Etwa 84% der kastrationsresistenten Patienten im Kontrollarm erhielten noch einen Androgensignalweginhibitor (ASI).<\/li><\/ul><\/li><\/ul>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">Perspektiven f\u00fcr seltene Erkrankungen<\/h2>\n\n\n\n<ul class=\"wp-block-list\"><li>Behandlungsfortschritte in der Therapie des malignen, progressiven Ph\u00e4ochromozytoms (Tumor des Nebennierenmarks) und des Paraganlioms (Tumor des autonomen Nervensystems) (567O_PR &#8211; FIRSTMAPPP)<a href=\"#_ftn17\">[17]<\/a><ul><li>8 Jahre hat es gedauert \u2013 die Rekturierung in diese Studie \u2013 es ist eben eine echte Herausforderung f\u00fcr seltene Erkrankungen Studien durchzuf\u00fchren.<\/li><\/ul><ul><li>Jetzt ist es jedoch geschafft \u2013 und Behandlungsfortschritte in der Therapie des malignen, progressiven Ph\u00e4ochromozytoms (Tumor des Nebennierenmarks) und des Paraganlioms (Tumor des autonomen Nervensystems) konnten erzielt werden \u2013 mit Sunitinib in der Erstlinienbehandlung dieser Tumoren.<\/li><\/ul><ul><li>Der prim\u00e4re Endpunkt, das progressionsfreie \u00dcberleben (PFS), lag mit Sunitinib bei median 8,9 Monaten, w\u00e4hrend es mit Placebo bei lediglich 3,6 Monaten lag. Nach 12 Monaten waren im Sunitinib Arm noch 35,9% am Leben, im Placebo-Arm waren es nur 18,9% der Patienten. Endlich eine neue Therapieoption f\u00fcr diese Tumoren.<\/li><\/ul><\/li><\/ul>\n\n\n\n<h1 class=\"wp-block-heading\">Auswirkung der Pandemie auf Erkrankte und Behandelnde<\/h1>\n\n\n\n<p><strong>Die guten Nachrichten sind<\/strong>:<\/p>\n\n\n\n<ol class=\"wp-block-list\" type=\"1\"><li>Krebspatienten profitieren von einer Impfung gegen SARS-Cov2. Das wurde auf dem ESMO mehrfach berichtet und diskutiert, sowie in einigen Studien nachgewiesen.<a href=\"#_ftn18\"><sup>[18]<\/sup><\/a><sup>,<a href=\"#_ftn19\"><sup>[19]<\/sup><\/a><\/sup><\/li><li>Trotz der Herausforderungen durch die COVID-19 Kontaktbeschr\u00e4nkungen, Erh\u00f6hung der Hygieneanforderungen etc., erhielten die meisten Patienten ihre Therapie wie geplant.<a href=\"#_ftn20\">[20]<\/a>Das ist der hohen Einsatzbereitschaft von der ApothekerIn, \u00fcber die Pflegenden bis zum OnkologInnen zu verdanken.<\/li><\/ol>\n\n\n\n<p>Doch auch wenn theoretisch alle m\u00f6glich gewesen w\u00e4re \u2013 die Patienten z\u00f6gerten.<\/p>\n\n\n\n<ol class=\"wp-block-list\" type=\"1\"><li>CT-Bildgebung wurde jedoch w\u00e4hrend der Pandemie seltener wahrgenommen und die Bildgebung wurde in der Pandemie weniger in den Unikliniken und mehr in kleineren H\u00e4usern oder Praxen durchgef\u00fchrt.<a href=\"#_ftn21\">[21]<\/a><\/li><li>Die Teilnahme an Screening-Untersuchungen nahm u.a. bei Brustkrebs<a href=\"#_ftn22\">[22]<\/a> und Darmkrebs<a href=\"#_ftn23\">[23]<\/a> ab. Dadurch kam es zu weniger und zudem sp\u00e4teren Diagnosen dieser Erkrankungen und die diagnostizierten Krebse befanden sich in einem fortgeschrittenen Stadium.<\/li><\/ol>\n\n\n\n<p>Empfehlungen zum Umgang mit Krebspatienten in Pandemiezeiten sind Empfehlungen der ESMO online verf\u00fcgbar.<a href=\"#_ftn24\">[24]<\/a><\/p>\n\n\n\n<p>Nicht nur PatientInnen, auch \u00c4rzte und \u00c4rztinnen, litten unter den Ver\u00e4nderungen durch die Pandemie, wie Studien untersuchten.<a href=\"#_ftn25\">[25]<\/a> Doch w\u00e4hrend die Psyche der PatientInnen und ihrer Therapien Gegenstand zahlreicher Studien war, war die Zahl der Studien zum Wohlergehen des onkologischen Personals, der Behandelnden und Pflegenden also, \u00fcberschaubar. In kleinen Untersuchungen wurden einige Aspekte unter die Lupe genommen. Die Angst vor einem post-Corona Burnout ist eine der Hauptsorgen der MedizinerInnen. Etwa 87% der BehandlerInnen bef\u00fcrchten eine Zunahme der Arbeitsbelastung auch nach CORONA. Die Zahl der Burnouts unter Onkologen nimmt zu, genauso wie deren Sorge um ihre Angeh\u00f6rigen. Freizeitausgleich geht \u201everloren\u201c. Um die 92% mussten ihr Hobby w\u00e4hrend der Pandemie aufgeben.<a href=\"#_ftn26\">[26]<\/a> Hier muss Abhilfe geschaffen werden.<\/p>\n\n\n\n<p>Soweit der ESMO in der K\u00fcrze. Viele Informationen sind online verf\u00fcgbar und k\u00f6nnen vertiefend nachgelesen werden.<\/p>\n\n\n\n<hr class=\"wp-block-separator\"\/>\n\n\n\n<p><a href=\"#_ftnref1\">[1]<\/a> <a href=\"https:\/\/www.umweltbundesamt.de\/publikationen\/einfluss-des-klimawandels-auf-die-morbiditaet\">Einfluss des Klimawandels auf die Morbidit\u00e4t und Mortalit\u00e4t von Atemwegserkrankungen | Umweltbundesamt<\/a><\/p>\n\n\n\n<p><a href=\"#_ftnref2\">[2]<\/a> Abstract 1510MO_PR pr\u00e4s. von Paraskevas Kosmidis Annals of Oncology, Volume 32, 2021 Supplement 5; Abstract 1723P_PR e-Poster Annals of Oncology, Volume 32, 2021 Supplement 5<\/p>\n\n\n\n<p><a href=\"#_ftnref3\">[3]<\/a> Abstract 1669O_PR \u2018Late effects, long-term problems and unmet needs of cancer survivors\u2018 presented by Martina Schmidt. <em>Annals of Oncology<\/em>, Volume 32, 2021 Supplement 5<\/p>\n\n\n\n<p><a href=\"#_ftnref4\">[4]<\/a>Schmidt et al: Schmidt, M.E., Bergbold, S., Hermann, S.&nbsp;<em>et al.<\/em>&nbsp;Knowledge, perceptions, and management of cancer-related fatigue: the patients&#8217; perspective.&nbsp;<em>Support Care Cancer<\/em>&nbsp;<strong>29,&nbsp;<\/strong>2063\u20132071 (2021). <a href=\"https:\/\/doi.org\/10.1007\/s00520-020-05686-5\">https:\/\/doi.org\/10.1007\/s00520-020-05686-5<\/a> &nbsp;<a href=\"https:\/\/link.springer.com\/content\/pdf\/10.1007\/s00520-020-05686-5.pdf\"><\/a><\/p>\n\n\n\n<p><a href=\"#_ftnref5\">[5]<\/a> <a href=\"https:\/\/www.annalsofoncology.org\/article\/S0923-7534(20)36077-4\/fulltext\">Cancer-related fatigue: ESMO Clinical Practice Guidelines for diagnosis and treatment\u2020 &#8211; Annals of Oncology<\/a>; <a href=\"https:\/\/doi.org\/10.1016\/j.annonc.2020.02.016\">https:\/\/doi.org\/10.1016\/j.annonc.2020.02.016<\/a><\/p>\n\n\n\n<p><a href=\"#_ftnref6\">[6]<\/a> Luke JJ, Ascierto PA, Carlino MS, Gershenwald JE, Grob JJ, Hauschild A, Kirkwood JM, Long GV, Mohr P, Robert C, Ross M, Scolyer RA, Yoon CH, Poklepovic A, Rutkowski P, Anderson JR, Ahsan S, Ibrahim N, M Eggermont AM. KEYNOTE-716: Phase III study of adjuvant pembrolizumab versus placebo in resected high-risk stage II melanoma. Future Oncol. 2020 Jan;16(3):4429-4438. doi: 10.2217\/fon-2019-0666. Epub 2019 Dec 24. PMID: 31870188. &amp; <a href=\"https:\/\/oncologypro.esmo.org\/meeting-resources\/esmo-congress-2021\/pembrolizumab-versus-placebo-after-complete-resection-of-high-risk-stage-ii-melanoma-efficacy-and-safety-results-from-the-keynote-716-double-blind\">ESMO LBA3 _PR presented by Jason J. Luke durin<\/a>g Presidential Symposium, Annals of Oncology, Volume 32, 2021 Supplement 5<\/p>\n\n\n\n<p><a href=\"#_ftnref7\">[7]<\/a> <a href=\"https:\/\/oncologypro.esmo.org\/meeting-resources\/esmo-congress-2021\/pembrolizumab-plus-chemotherapy-versus-placebo-plus-chemotherapy-for-persistent-recurrent-or-metastatic-cervical-cancer-randomized-double-blind\">LBA2_PR KEYNOTE 826<\/a> -pr\u00e4sentiert on Nicoletta Colombo w\u00e4hrend Presidential Symposium 1. Annals of Oncology, Volume 32, 2021 Supplement 5<\/p>\n\n\n\n<p><a href=\"#_ftnref8\">[8]<\/a> <a href=\"https:\/\/oncologypro.esmo.org\/meeting-resources\/esmo-congress-2021\/trastuzumab-deruxtecan-t-dxd-vs-trastuzumab-emtansine-t-dm1-in-patients-pts-with-her2-metastatic-breast-cancer-mbc-results-of-the-randomi\">LBA1- DESTINY-03 Trial<\/a>&#8211; pr\u00e4s. Von J. Cort\u00e9s. Ann. Oncol., Volume 32, 2021, Supplement 5<\/p>\n\n\n\n<p><a href=\"#_ftnref9\">[9]<\/a> <a href=\"https:\/\/oncologypro.esmo.org\/meeting-resources\/esmo-congress-2021\/nivolumab-nivo-plus-chemotherapy-chemo-or-ipilimumab-ipi-vs-chemo-as-first-line-1l-treatment-for-advanced-gastric-cancer-gastroesophageal-j\">LBA7 CHECKMATE 649<\/a> Studie pr\u00e4s. von Janjigian: Ann. Oncol., Volume 32, 2021, Supplement 5<\/p>\n\n\n\n<p><a href=\"#_ftnref10\">[10]<\/a> <a href=\"https:\/\/pubmed.ncbi.nlm.nih.gov\/34102137\/\">Janjigian YY et al. Lancet. 2021 Jul 3;398(10294):27-40. doi: 10.1016\/S0140-6736(21)00797-2. Epub 2021 Jun 5. PMID: 34102137; PMCID: PMC8436782<\/a>.<\/p>\n\n\n\n<p><a href=\"#_ftnref11\">[11]<\/a> Felip E, et al, <a href=\"https:\/\/pubmed.ncbi.nlm.nih.gov\/34555333\/\">IMpower010, Lancet. 2021<\/a> Sep 17:S0140-6736(21)02098-5. doi: 10.1016\/S0140-6736(21)02098-5. Epub ahead of print. Erratum in: Lancet. 2021 Sep 23;: PMID: 34555333.<\/p>\n\n\n\n<p><a href=\"#_ftnref12\">[12]<\/a> <a href=\"https:\/\/oncologypro.esmo.org\/meeting-resources\/esmo-congress-2021\/impower010-sites-of-relapse-and-subsequent-therapy-from-a-phase-iii-study-of-atezolizumab-vs-best-supportive-care-after-adjuvant-chemotherapy-in-s\">LBA9 Impower 010, Ann. Onco<\/a>.(2021) 32 (suppl.5): S1283-S1346.<\/p>\n\n\n\n<p><a href=\"#_ftnref13\">[13]<\/a><a href=\"https:\/\/oncologypro.esmo.org\/meeting-resources\/esmo-congress-2021\/krystal-1-adagrasib-mrtx849-as-monotherapy-or-combined-with-cetuximab-cetux-in-patients-pts-with-colorectal-cancer-crc-harboring-a-krasg12\">LBA6 KRYSTAL<\/a>&#8211; Weiss J et al, Annals of Oncology (2021) 32 (suppl_5): S1283-S1346. 10.1016\/annonc\/annonc741<\/p>\n\n\n\n<p><a href=\"#_ftnref14\">[14]<\/a> <a href=\"https:\/\/www.leitlinienprogramm-onkologie.de\/fileadmin\/user_upload\/Downloads\/Leitlinien\/Prostatatkarzinom\/Version_6\/LL_Prostatakarzinom_Langversion_6.0.pdf\">S3 Leitlinien Version 6.0<\/a> vom Mai 2021<\/p>\n\n\n\n<p><a href=\"#_ftnref15\">[15]<\/a> <a href=\"https:\/\/oncologypro.esmo.org\/meeting-resources\/esmo-congress-2021\/abiraterone-acetate-plus-prednisolone-aap-with-or-without-enzalutamide-enz-added-to-androgen-deprivation-therapy-adt-compared-to-adt-alone-fo\">LBA4- STAMPEDE Studie<\/a> pr\u00e4s. von Attard, Ann. Oncol., 2021, Vol.32, suppl.5: S1283 \u2013 S1346.<\/p>\n\n\n\n<p><a href=\"#_ftnref16\">[16]<\/a> <a href=\"https:\/\/oncologypro.esmo.org\/meeting-resources\/esmo-congress-2021\/a-phase-iii-trial-with-a-2x2-factorial-design-in-men-with-de-novo-metastatic-castration-sensitive-prostate-cancer-overall-survival-with-abirateron\">LBA5_PR- PEACE-1<\/a> pr\u00e4s. von Fizazi, Ann. Oncol., 2021, Vol. 32, suppl.5: S1283 \u2013 S1346.<\/p>\n\n\n\n<p><a href=\"#_ftnref17\">[17]<\/a> <a href=\"https:\/\/oncologypro.esmo.org\/meeting-resources\/esmo-congress-2021\/first-international-randomized-study-in-malignant-progressive-pheochromocytoma-and-paragangliomas-firstmappp-an-academic-double-blind-trial-inve\">5670_PR pr\u00e4sentiert<\/a> von Baudin, Ann. Oncol., 2021, Vol. 32, suppl.5: S1283- S1346.<\/p>\n\n\n\n<p><a href=\"#_ftnref18\">[18]<\/a> <a href=\"https:\/\/oncologypro.esmo.org\/meeting-resources\/esmo-congress-2021\/effectiveness-of-covid-19-vaccination-in-cancer-patients-a-nationwide-veterans-affairs-study\">1562MO -pr\u00e4sentiert<\/a> von Wu, Ann. Oncol., 2021, Vol. 32, suppl.5: S1283- S1346.<\/p>\n\n\n\n<p><a href=\"#_ftnref19\">[19]<\/a> <a href=\"https:\/\/oncologypro.esmo.org\/meeting-resources\/esmo-congress-2021\/vaccination-against-sars-cov-2-in-patients-receiving-chemotherapy-immunotherapy-or-chemo-immunotherapy-for-solid-tumors\">LBA8<\/a>, 15570, 15580, 16690 und <a href=\"https:\/\/www.esmo.org\/newsroom\/press-office\/the-evidence-is-in-covid-vaccines-do-protect-patients-with-cancer\">andere<\/a>.<\/p>\n\n\n\n<p><a href=\"#_ftnref20\">[20]<\/a> <a href=\"https:\/\/oncologypro.esmo.org\/meeting-resources\/esmo-congress-2021\/maintaining-intravenous-anti-cancer-systemic-therapy-during-covid-pharmacy-and-nursing-factors\">CN43- pr\u00e4sentiert<\/a> von O\u2019Dwyver, Ann. Oncol., 2021, Vol.32, suppl.5: S1273-S1274.<\/p>\n\n\n\n<p><a href=\"#_ftnref21\">[21]<\/a> <a href=\"https:\/\/oncologypro.esmo.org\/meeting-resources\/esmo-congress-2021?event_resources_filter_form%5Bsearch%5D=COVID%20screening\">1607P- Poster<\/a><\/p>\n\n\n\n<p><a href=\"#_ftnref22\">[22]<\/a> <a href=\"file:\/\/\/C:\/Users\/lydia\/OneDrive\/\u00c3\u0096ffentlich\/ESMO%202021\/COVID19\/BC%20Portugal%20247-14_2827.pdf\">1628P- Poster von Vilaca et al.<\/a> Und andere : 1609P, 1618P\u2026<\/p>\n\n\n\n<p><a href=\"#_ftnref23\">[23]<\/a> <a href=\"https:\/\/oncologypro.esmo.org\/meeting-resources\/esmo-congress-2021\/colorectal-crc-cancer-screening-and-diagnosis-during-the-covid-19-pandemic-in-quebec-canada\">390MO- pr\u00e4s<\/a>. Von Tehfe., Ann. Oncol.2021, Vol.32, suppl.5: S530-S582. Und andere (1616P..)<\/p>\n\n\n\n<p><a href=\"#_ftnref24\">[24]<\/a> <a href=\"https:\/\/www.esmo.org\/guidelines\/cancer-patient-management-during-the-covid-19-pandemic\">Cancer Patient Management During the COVID-19 Pandemic | ESMO<\/a><\/p>\n\n\n\n<p><a href=\"#_ftnref25\">[25]<\/a> <a href=\"https:\/\/oncologypro.esmo.org\/meeting-resources\/esmo-congress-2021\/impact-of-covid-19-sars-cov-2-c19-on-medical-oncologists-mos-and-cancer-care-a-canadian-association-of-medical-oncologists-camo-survey-study\">Impact of COVID-19 (SARS-CoV-2, C19) on medical oncologists (MOs) and cancer care: A Canadian Association of Medical Oncologists (CAMO) survey study | OncologyPRO (esmo.org)<\/a>, Ann. Oncol., 2021, Vol.32, suppl.5: S1129- S1163.<\/p>\n\n\n\n<p><a href=\"#_ftnref26\">[26]<\/a> <a href=\"https:\/\/oncologypro.esmo.org\/meeting-resources\/esmo-congress-2021\/being-a-medical-oncologist-during-the-covid-19-pandemic-perception-expectations-and-concerns.-oath-study\">1605P- pr\u00e4s<\/a>. von Tanriverdi,Ann. Oncol., 2021, Vol. 32, suppl.5: S1129 -S1163.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>News from ESMO 2021 ESMO 2021 Highlights Interdisziplin\u00e4r, interprofessionell, international und zunehmend digitalisiert und individualisiert \u2013 so geht Krebsbehandlung heute. 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